Mako-Satin

Mako-Satin wird aus ägyptischer Makobaumwolle gewoben. Durch die Webart, der sogenannten Atlasbindung entsteht ein Satin, der eine glänzende Oberseite und eine matt Unterseite aufweist.

Geschichte

Der Namensteil „Mako“ bezeichnet ägyptische Baumwolle, die besonders feinfaserig, langstapelig, ungebleicht und glänzend ist und sich zu sehr feinen und festen Garnen verarbeiten lässt. Mit Faserlängen (Stapellängen) von über 32 mm zählt Makobaumwolle zu den hochwertigsten Baumwollsorten, auf sie entfällt weniger als 1% der Produktion weltweit.

Inzwischen wurden Baumwollsorten mit bis zu 50 mm Stapellänge gezüchtet, so dass Makobaumwolle gegenwärtig nicht mehr kultiviert wird. „Mako“ wird heutzutage als Synonym für besonders langstapelige ägyptische Baumwolle verwendet. Der Namensteil „Satin“ bezeichnet ein Gewebe, das durch Atlasbindung entsteht und durch eine glänzende Oberseite sowie eine matte Unterseite charakterisiert ist.

Herstellung

Die Rohfaser der Baumwolle wird zunächst gekämmt und Kurzfasern sowie Fremdbestandteile werden entfernt. Beim nachfolgenden Spinnen und durch das sogenannte Kardieren entsteht die parallele Ausrichtung der Fasern, wodurch sich noch gleichmäßigeres Garn herstellen lässt.

Bei der Veredelung mit Natronlauge - der Merzerisation, verändern sich die Eigenschaften der Baumwollfasern. Sie erhalten einen bleibenden Seidenglanz, höhere Festigkeit, bessere Färbbarkeit und die merzerisierten Fasern sind größen- und formbeständig. Da das Verfahren sehr teuer ist, wird es nur für hochwertige Gewebe angewendet. Beim Weben von Satin führt der Schussfaden unter einem Kettfaden hindurch und als nächstes über mindestens zwei Kettfäden hinweg. Auf der Gewebeoberseite überwiegen die parallelen Schussfäden, wodurch der Glanz entsteht.

Eigenschaften

Mako-Satin besteht zu 100 % aus Baumwolle und ist deshalb extrem saugfähig, atmungsaktiv, weich, sehr glatt und sorgt für ein angenehmes Hautgefühl. Merzerisierte Baumwolle ist außerdem langlebiger und behält ihr gutes Aussehen.

Verwendung

Haupteinsatzgebiete für Mako-Satin sind zweifellos Bettwäsche und Vorhänge. Aber auch Morgen- und Bademäntel sowie Kimonos, Oberhemden, Damenblusen und Trikotagen werden aus Mako-Satin hergestellt.

Pflege

Bettwäsche aus Mako-Satin kann zwar in der Regel bei 60°C gewaschen werden. Die Waschanleitung des Herstellers ins unbedingt zu beachten. Schleuderdrehzahlen von maximal 800 Umdrehungen pro Minute verhindern, dass das Gewebe knittert. Mako-Satin-Bettwäsche ist für den Trockner geeignet. Das Bügeln bringt immer wieder den für Mako-Satin seidigen Glanz.

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